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Ausflug 2017

(hn) Am 14.09.17 führte die Seniorengruppe des DRK Schramberg ihrem Jahresausflug durch.
Das Ziel war das Schulmuseum für ehemals Großherzogliche Badische Schulen in Zell Weiherbach bei Offenburg.
Zuvor wurde den Rotkreuzler in der Marktscheune in Berghaupten ein vorzügliches Hausfrauen-Frühstück serviert, an dem es an nichts fehlte.
So gestärkt ging es dann weiter ins Schulmuseum
Hier taucht man ein in die Vergangenheit, in eine Welt, wie zu Großvaters Zeiten, mit Tintenfass, Rohrstock, Fleißbildchen und Kreidetafel. Haupt-Attraktion war eine historische Schulstunde mit Oberlehrer Schneider welcher auch der Museumsdirektor ist.
Die Schulstunde begann mit körperlicher Ertüchtigung und einem Gebet.
Lerne, leide, ohne zu klagen steht in altdeutscher Schrift an der Wand hinter der Tafel geschrieben. "Genau das wird nun auch auf dich zukommen", verkündet der gestrenge Herr Lehrer im schwarzen Frack und weist den Schüler an, die Hände auszustrecken und "bloß nicht zurückzuziehen, sonst erhöhe sich die Schlagzahl automatisch." Mit bedrohlichem Zischen saust der lange Rohrstock durch die Luft.
Altgediente Rotkreuzler mussten u.a., mit einer Eselskappe auf dem Kopf, auf der Eselsbank eine Strafe absitzen oder wurden mit Tatzen zur Räson gebracht. Auch Hände waschen und die Ohren putzen standen auf dem Programm wie auch komplizierte Rechenaufgaben gelöst werden mussten.
Die DRK –Senioren sitzen in den Schulbänken. Vor Feder, Tintenfass und Schiefertafel. Die meisten von ihnen sind in dem Alter wo "körperliche Züchtigung" im Unterricht noch an der Tagesordnung war. Hier im Schulmuseum in Zell-Weierbach geht die Reise jedoch noch weiter zurück – in das 19. Jahrhundert. Kaiser Friedrich III. und seine Gattin Luise starren aus schweren Bilderrahmen von den Wänden, der strenge Lehrer lässt das Regentenpaar dreimal hochleben. Das Bemühen des Lehrers, der Gruppe einen Kanon vom Konzert bei den Fröschen am See einzuüben war nicht sehr erfolgreich, ebenso viel den Schwaben das Absingen des Badnerliedes etwas schwer.
Mit „Auf Wiedersehen Herr Lehrer“ ging die Besichtigung des Schulmuseums
weiter. Unter anderem gibt es einen großen Ausstellungsraum, eine Nähstube, die Bibliothek mit 17.000 Büchern aus drei Jahrhunderten, eine altertümliche Lehrerwohnung und Räume für Sonderausstellungen mit wechselnden Themen. Hier steht die Zeit still und die Vergangenheit wird lebendig. Es gibt viel zu entdecken...Mancher Rotkreuzler meinte zum Nachbar, weißt du noch? Das waren noch Zeiten!

Nach so viel „trockenen Stoff“ war die anschließende Weinprobe in der Winzergenossenschaft Zell Weiherbach genau das richtige Kontrastprogramm und der private Weinkeller konnte wieder aufgefüllt werden.

Bei der Abschlusseinkehr in der Rosenlaube am Campingplatz Schiltach lies der Leiter der DRK Seniorengruppe Herbert Neef, der für die Organisation verantwortlich zeichnete, noch einmal den Tag Revue passieren und alle waren sich einig einen interessanten und gelungenen Ausflug erlebt zu haben